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Auswirkungen extremer Naturereignisse auf Energie-, Informations- und Mobilitätssysteme

Auswirkungen extremer Naturereignisse auf Energie-, Informations- und Mobilitätssysteme
Ansprechpartner:

Dipl.-Kauffrau Mariana Bartsch
M.Sc. Christina Wisotzky
Prof. Dr. Kay Mitusch
Prof. Dr. rer. pol. Frank Schultmann

Kurzbeschreibung des Projekts und seiner Ziele

Durch die zu erwartende Zunahme extremer Naturereignisse und die erheblichen potenziellen Effekte für die Gesellschaft, ist es unerlässlich die Auswirkungen extremer Naturereignisse für gegenwärtige und zukünftige Energie-, Mobilitäts- und Informationssysteme zu untersuchen. Durch den Netzwerkcharakter dieser Systeme können sich Störungen und Unterbrechungen darüber hinaus weit über den Ort der Entstehung einer Naturkatastrophe hinweg ausbreiten. Diese Kaskadeneffekte werden durch die starke Globalisierung und Vernetzung der Welt noch weiter verstärkt. Um diesen Aspekten Rechnung zu tragen werden innerhalb von zwei Teilmodellen die indirekten Auswirkungen von Naturkatastrophen untersucht. Unter Berücksichtigung globaler Abhängigkeiten werden so zum einen die Auswirkungen von Naturkatastrophen auf Supply Chains als auch die veränderte Mobilitätsnachfrage privater Haushalte nach einer Katastrophe untersucht.

Ziel:
Ziel des Projektes ist es die Auswirkungen von Naturkatastrophen auf die Supply Chain Performance sowie das Mobilitätsverhalten von Personen nach einer Katastrophe zu untersuchen. Darüber hinaus werden Empfehlungen für das Supply Chain Design, Sourcing Strategien und die Ausgestaltung von Mobilitätsregelungen gegeben.

Teilprojekt 1 - Auswirkungen von Extremereignissen auf Supply Chains
Um die Anfälligkeit von Supply Chains gegenüber von Naturkatastrophen bestimmen zu können wurden die unterschiedlichen Gründe für die gestiegene Supply Chain Vulnerabilität identifiziert und entsprechend der Risikokategorien klassifiziert. Naturereignisse werden dabei den externen Risiken zugerechnet, d.h. sie können nicht direkt durch die an einer Supply Chain beteiligten Unternehmen bzw. ein einzelnes Unternehmen beeinflusst werden. Darüber hinaus wird die Vulnerabilität einer Region durch verschiedene Charakteristika determiniert, welche bereits vor dem Eintritt des Ereignisses vorhanden sind. In einer intensiven Literaturrecherche wurden diese Faktoren identifiziert und eine Auswahl anhand des Untersuchungsfokus vorgenommen. Die nächsten Schritte sind die Implementierung des Models und dessen Anwendung auf die definierten Beispielregionen.

Teilprojekt 2 - Auswirkungen extremer Naturereignisse auf Mobilitätsverhalten und Mobilitätssysteme
Um Auswirkungen extremer Naturereignisse auf das Mobilitätsverhalten zu ermitteln, wird zunächst das Mobilitätsverhalten im Allgemeinen untersucht. Um Informationen über das Mobilitätsverhalten in Ausnahmesituationen zu erhalten, wird eine Befragung unter bereits betroffenen Personen durchgeführt. Hierauf aufbauend sollen qualitative und quantitative Auswertungen durchgeführt und Veränderungen zum Normalfall aufgedeckt werden. Im Weiteren soll ein mathematisches Modell zu Veränderungen des Mobilitätsverhaltens und zu Auswirkungen des veränderten Mobilitätsverhaltens entwickelt werden. Darüber hinaus sollen Mobilitätssysteme auf ihre Nutzbarkeit in Extremsituationen untersucht werden.

Publikationen

Bartsch, M., Schätter, F., Wiens, M., Schultmann, F. (2016): Schlussbericht BMBF Verbundprojekt SEAK; Teilvorhaben: Methoden zur szenariobasierten multikriteriellen Entscheidungsunterstützung für robuste Lebensmittelwarenketten;
Link: http://edok01.tib.uni-hannover.de/edoks/e01fb16/870663550.pdf.

Schmidt, H.-M., Wiens, M., Schultmann, F. (2015): Industrial Vulnerability against Climate Change Impacts – An indicator-Based Analysis for Germany and the Stuttgart Metropolitan Area. The 5th World Sustainability Forum, Basel, 2015.

Schmidt, H-M., Wiens, M., Schultmann, F. (2015): Models for Regionalizing Economic Data and their Applications within the Scope of Forensic Disaster Analyses. Poster session at the European Union General Assembly 2015, Vienna.