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Forschung im Rahmen des CEDIM

Seit einigen Jahren liegt der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten von CEDIM auf Forensischen Katastrophenanalysen in Nahe-Echtzeit (Forensic Disaster Analysis, FDA). Die Ziele dieses Forschungsansatzes sind es, unmittelbar nach dem Eintreten einer Katastrophe diese zu bewerten, die Folgen abzuschätzen, die zeitliche Entwicklung nachzuverfolgen und die wichtigsten Faktoren zu identifizieren, die für die Auswirkungen maßgeblich sind. Im Rahmen einer CEDIM FDA Task Force Aktivität werden zeitnah, also wenige Stunden bis Tage/Wochen nach dem Eintreten einer Katastrophe, Berichte mit unterschiedlichen Schwerpunkten verfasst. In einigen Fällen werden diese Analysen ergänzt durch spezifische Feldeinsätze vor Ort.

Forensische Katastrophenanalysen stehen auch im Mittelpunkt der aktuellen Förderphase 2016 – 2018 (Phase IV). Dabei wurde der Forschungsansatz durch verstärkte Integration gesellschaftlicher und sozialwissenschaftlicher Fragestellungen und durch eine Profilschärfung auf die gesellschaftlichen Bedarfsfelder Energie, Mobilität und Information weiterentwickelt. Die Ende 2016 begonnenen neuen CEDIM Projekte haben zum Ziel, die mit dem gesellschaftlichen Wandel verbundenen Änderungen des Risikos und der Resilienz näher zu untersuchen, insbesondere hinsichtlich von Energie-, Mobilitäts- und Versorgungssystemen bzw. urbanen kritischen Infrastrukturen. Ergänzt werden diese Projekte durch bereits bestehende Projekte in den Themenfeldern der schnellen Schadenschätzungen nach Naturkatastrophen, der web-basierten Vorhersage und Analyse extremer Wettersituationen, der automatischen raum-zeitlichen Detektionen von Katastrophen aus sozialen Netzwerken und der Modellierung der Gefährdung und des Risikos durch Tsunamis. Wie die Abbildung unten zeigt, werden damit in den aktuellen Projekten wichtige Fragen der Risiko- und Katastrophenforschung von der Gefährdung über die systemische Resilienz bis hin zu den gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang mit Risiken adressiert.

 

Projekte

Abbildung: CEDIM-Projekte der Förderphase 2016 - 2018 mit ihrer schwerpunktmäßigen Einordnung in die thematische Ausrichtung und in die Profilschärfungsfelder der Dachstrategie KIT 2025. Die jeweils rot/grün markierten Projekte sind Verbundprojekte zwischen zwei Instituten.